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Die Zucht der Pfeffersalz - Riesen oder der lange Weg vom Mittelschnauzererbe zum Gebrauchshund

Kaum einer unserer Rassen hat der Zweite Weltkrieg soviel Verluste beschert wie dem Pfeffersalz-Riesen. Um die Population zu retten, griffen unsere Altvorderen auf übergroße Mittelschnauzer zurück - aus der heutigen Sicht nicht unbedingt die günstigste Methode, gingen den Riesen doch dadurch wesentliche Gebrauchshundeigenschaften verloren. Dazu sahen wir vermehrt sehr kleine Hunde mit überbauter Hinterhand, losen Rücken und zu feinen Köpfen.

Unbestritten ist aber das Verdienst dieser Züchter - sie haben die Rasse vor dem Aussterben bewahrt!

Ende der 80er Jahre beantragten wir die Einkreuzung von schwarzen Riesenschnauzern, um die Wesenseigenschaften sowie die anatomischen Mängel der Pfeffies zu verbessern. Das wurde mit der Verpaarung von Julie von Asceger der Walten (pfs) mit Spencer vom Quellgrund (s) 1990 Realität!

Fast zeitgleich verliefen die Bemühungen vom Schweizer Benjamin Jäger (Von Albis) in Zusammenarbeit mit Rüdiger Förste (Vom Moisburger Berg), aus der Verpaarung Widoc vom Leuengrund(s) mit Edda von Thesingsallee(pfs) eine Zucht mit der gleichen Zielstellung aufzubauen.

Nach der Wende fügte sich alles zusammen....

Fortan planten wir die Zucht gemeinsam - ein einzelner Züchter wäre auch an dieser Aufgabe zerbrochen. Wie oft wurden wir belächelt ob unserer "bunten Hunde" als Ergebnis der Spalterbigkeit - wie oft mussten wir uns gegenseitig helfen, diese bunten Hunde so unterzubringen, daß wir auf sie zur Zucht wieder zurückgreifen konnten - wie oft haben wir Rückschläge erdulden müssen, die ein Einzelner nicht überstanden hätte - aber der Weg hat sich gelohnt! So nach und nach vergrößerte sich unsere Züchterclique, was alles viel schneller und leichter gehen ließ.

Nach über 12 Jahren haben wir schon viel erreicht. Schaut Euch unsere Hunde an; schaut Euch vor allem an, wie viele davon genauso gut ihre Begleithund- ,Fährten- oder Schutzhundprüfungen bestehen wie ihre schwarzen Vettern. Und dabei sind sie die wachsamen und sozialen Familienhunde geblieben, die wir lieben - und weswegen wir nicht von ihnen lassen können...

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